Dezember und Jahreswechsel in der Heiligen Stadt

Lasst uns froh und munter sein…

Liebe Leser.

Zuerst einmal möchte ich Euch allen recht herzlich ein schönes, glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2016 wünschen. 

Die Zeit rast so sehr, man glaubt es kaum. Es ist für mich kaum vorstellbar, dass nun schon fast die Halbzeit meines Dienstes erreicht ist, auch wenn wir hier schon so unfassbar viele Dinge, Menschen, Orte und Geschehnisse gesehen haben.

Im Dezember ist übrigens das Wetter hier deutlich umgeschlagen. Es regnet oft und wenn es regnet, dann tut es das heftig. Wir haben fast immer so zwischen 10 und 15 Grad Celsius, allerdings sind auch immer wieder einzelne Tage dabei, die „aus der Reihe schlagen“, also 20 oder auch mal 2 Grad haben. Ich bin sehr froh, dass Mama und Papa Ende Dezember da waren, weil sie mir meinen Wintermantel und eine Mütze mitgebracht haben und ich nun mit norddeutscher Art Wind und Wetter trotzen kann. 

Generell war der Dezember allerdings sehr schön. Trotz der noch z.T. warmen Temperaturen und den arabisch-israelischen Verhältnissen um mich herum kam sogar ein wenig Weihnachtsstimmung auf. Dazu muss ich aber auch sagen, dass der Adventskranz und die Lichterkette in unserem Wohnzimmer natürlich förderlich waren.

Aber auch die Veranstaltungen der Kirche halfen mit, so war ich z.B. dieses Jahr der Nikolaus, der den Kindern am 6. Dezember ihre Geschenke in der Kirche überreichte und habe am 6. Januar einen der hlg. drei Könige gespielt. 

Highlight hierbei war das Dromedar, dass die Pfarrerin Gabriele Zander vom Ölberg bestellt hatte.

Als König auf dem Dromedar.
Beim Weihnachtsgottesdienst in Bethlehem.

An Weihnachten sind wir außerdem nach Bethlehem gewandert, nachdem wir einen sehr schönen Gottesdienst in der Erlöserkirche erlebt haben. Ca. 8 km bei Nacht, Weihnachtslieder singend, mit 200 Leuten durch Jerusalem und dann das arabische Bethlehem, eine Erfahrung, die ich noch lange in Erinnerung behalten werde.

Genauso werde ich die Ausflüge nicht vergessen, die wir im Rahmen des Voloprogramms gemacht haben:

Wir besuchten Yad Vashem, die Holocaustgedenkstätte, ein Kibbuz und machten an Chanukka einen Spaziergang durch das jüdische Viertel in der Jerusalemer Altstadt.

Bei Letzterem sahen wir uns auch einen sehr interessanten jüdischen Tanz an.

Mit Mama und Papa in Masada.
In Bethlehem.

An Silvester ist in Israel, wie man sich denken kann, nichts los.

Wieso?

Weil die Juden ihr Neujahrsfest ja schon im September hatten. Dementsprechend haben nur die Christen gefeiert, dafür aber umso lauter.

Bei uns in der Propstei war z.B. eine sehr große Silvesterparty bei der wir getanzt haben, bis die Sonne aufging. Dass meine Eltern dabei waren, war natürlich umso schöner.

In der Woche, in der sie hier waren kann man glaube ich sagen, dass sie Einiges erlebt haben.

Zwar hauptsächlich Regen, aber immerhin den wunderschönen Ausblick von der Festung Masada, das tote Meer, Grabeskirche, Klagemauer, Erlöserkirche, Altstadt, Ölberg, Garten Gethsemaneh, Yad Vashem, German Colonies, Tel Aviv und meine Lieblingskneipen und Läden. Es war so schön Euch wiederzusehen, danke! 🙂
Gemeinsames Essen mit meinen Eltern und Gesine.

 

Bundespräsident Gauck von der Chorempore aus fotografiert

Noch zu erzählen wäre wohl, dass unser Bundespräsident in der Dormitio-Abtei auf dem Ölberg zu Besuch war und wir mit unserem Chor für ihn gesungen haben. Sehr interessant fand ich dabei die Security-BND-Menschen, die sich die ganze Zeit wie paranoid in der Kirche umgesehen haben.

Außerdem spiele ich jetzt dank Kathrins Vermittlung im „Hebrew University Orchestra“ mit, was wirklich Spaß macht.

Beim nächsten Konzert im März spielen wir z.B. die Ouvertüre zu Goethes „Egmont“ von Beethoven, hört mal rein, die ist wirklich schön (im Link gespielt von den Wiener Philharmonikern).

Ich hoffe Ihr hattet alle schöne Weihnachten und seid gut in das neue Jahr gekommen. 🙂

Wir hören voneinander und haltet die Ohren steif.

Wie immer gilt: Wenn ihr fragen habt, meldet euch bei mir, ich freue mich.

Liebe Grüße an alle, die mich kennen, 

Euer Leander

PS: Mein erster FÖF-Bericht ist auch online, zu sehen auf der FÖF-Website.

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