Der November in Jerusalem

Hallo Ihr Lieben!

Es wird Zeit, mal wieder ein Lebenszeichen von Mir zu senden. Der November ist nun auch schon rum und ein Viertel meines Freiwilligendienstes absolviert.

Ist das zu glauben?

Für mich kaum. Ich habe noch das Gefühl, dass ich erst einige Tage hier bin, auch wenn wir natürlich schon unglaublich viele Dinge erlebt haben. Gerade in der jetzt beginnenden, quirligen Adventszeit, verrinnt die Zeit wie im Fluge.

Dass man die Länge des Zeitraums gar nicht richtig erfasst und man die Zeit hier fast gar nicht einschätzen kann (man fragt sich sehr oft, wann genau man was gemacht hat), liegt glaube ich daran, dass man einfach immer beschäftigt ist. Auf der Arbeit kommen immer neue Aufgaben dazu und auch im freizeitlichen Bereich wird einem nie langweilig.

Diesen Monat waren wir (wie immer) viel unterwegs.

Die Highlights möchte ich euch (auch wie immer) nochmal schildern, diesmal nach persönlicher Relevanz sortiert. 🙂

Beit Guvrin

Am 16.11. waren wir zu viert (Magnus, Kathrin, Tsippora und meine Wenigkeit) im Nationalpark Bet-Guvrin-Marissa. Dieser Park ist so groß, dass man Ihn mit einem Auto befahren sollte, was wir auch taten.

Innerhalb des Parks gab es früher zwei antike Städte: die Stadt Marissa und die Stadt Eleuteropolis.

Zur Stadt Marissa gehörte u.a. ein sehr faszinierendes unterirdisches Höhlensystem, das einen ein Wenig an eine Stadt unter dem Berge erinnerte, sowie ein Tell darüber.

Glockenhöhlen

Die Stadt Eleuteropolis zeigt dafür heute noch ein römisches Amphitheater, Reste einer Templerfeste und „Glockenhöhlen“, antike, sehr beeindruckende, unterirdische Steinbrüche.

Eingang zu einem Familiengrab.

Bilder aus der unterirdischen Stadt Marissa.


Der Tell (Siedlungshügel)…. Ja, hier kamen Heimatgefühle auf. 😉

Einige antike Statuen aus römischen Zeiten…

Etwas, was vergleichbar mit diesem Nationalpark wäre, habe ich zuvor noch nie gesehen. Episch.

Bazaar

Am 28.11. fand bei Uns in der Propstei DAS EVENT des Jahres statt: der Adventsbazaar.

Er ist vergleichbar mit einem Weihnachtsmarkt. Die Besonderheit ist dabei aber natürlich der Standort. Denn wo in Jerusalem gibt es sonst Glühwein, Bratwurst oder Stollen?

Die Atmosphäre war wunderschön und man konnte wirklich fühlen, wie viel Herzblut in diese Veranstaltung geflossen ist. Vom Stress, den Sie für uns Mitarbeiter bedeutete, erzähle ich lieber weniger. 😀

Wir waren aber immerhin alle heilfroh, als es geschafft war und dass der Tag so schön verlaufen ist.

Unser neues Kirchcafé wurde für den Bazaar wunderschön hergerichtet.

Der Stand der Auguste-Victoria Stiftung.
Unser Glühweinstand.
Der Altkleiderflohmarkt.


Bethlehem

Am 15.11. waren Jasper, Simon und Ich gemeinsam in Bethlehem. Hier besuchten wir die Geburtskirche, die (wie zu erwarten) vollgestopft mit Touristen war, die evang. Weihnachtskirche und die Hauptstraße, sowie viele kleinere Nebenstraßen, auf denen nur Einheimische unterwegs waren: also alles, was das kleine Städtchen so zu bieten hat.

Gegen Mittag verzehrten wir eine köstliche Shawerma und sahen uns die Menschen an, die über die vollen Straßen wuselten.  Auch das war sehr interessant, v.a. wenn man sich bspw. überlegt, dass ein Großteil von Ihnen seit ewigen Zeiten oder Ihr Leben lang noch nie in Jerusalem waren, obwohl es nur einige Kilometer entfernt ist.

Ein ziemlich schlimmer Gedanke.

Die ev. Weihnachtskirche zu Bethlehem.
Simon und Ich an einem „Touristen-Foto-Punkt“ in der Geburtskirche. Hier soll die Krippe gestanden haben.
Bodenmosaik in der Geburtskirche.
Wir drei Volos beim Essen in Bethlehem.

ARD Studio Tel Aviv

Am 20. November fuhren wir Volos im Rahmen des von Pastorin Gaby Zander organisierten Voloprogrammes nach Tel Aviv, um dort den Tagesschau-Korrespondenten Markus Rosch zu treffen und uns das Studio der ARD zeigen zu lassen. Es wurde ein intensiver Mittag mit vielen Fragen und Informationen. Das Studio ist wirklich schön und ich fand es cool mal zu sehen, dass ein Auslandsstudio der ARD genauso ausgestattet ist, wie ich es von den Studios aus Deutschland kenne.

Der Beruf des Journalisten fasziniert mich weiterhin. Das, was der Korrespondent über seine Arbeit erzählt hat, fand ich so interessant, dass ich das bei meiner Studienwahl im Frühjahr definitiv berücksichtigen werde. Wer weiß: vielleicht geht’s ja mal in die Richtun

Nach dem Trip haben wir in Alt-Jaffa noch ein bisschen den Tag genossen.

g? 🙂

Anschläge in Paris

Als am 13.11. das Fußballspiel gegen Frankreich zu Ende ging und die Anschläge in Paris passierten, schaute ich es gerade im Fernsehen an. Das erwähne ich hier, weil viele Leute mich fragen: Bekommt ihr sowas eigentlich bei Euch mit?

Meine Antwort darauf: Ja, wir sind hier genauso informiert, wie in Deutschland und haben den Schrecken genauso mitbekommen, was auch die Jerusalemer Stadtmauer abends zeigte.

Abu Gosh

Am 01.11. fuhren Kathrin, Tsippora, Simon, Jasper, Magnus und Ich nach Abu Gosh. Abu Gosh ist ein kleiner israelischer Ort, wo es nicht Viel zu sehen gibt. Wir haben lediglich eine sehr alte, gut erhaltene Kreuzfahrerkirche in einem franz. Kloster besucht und Hummus gegessen.

Das Besondere an Abu Gosh ist aber, dass die Bundeslade angeblich hier gelagert worden sein, Richard Löwenherz das erste Mal Jerusalem erblickt haben und hier laut Kreuzfahrermythos das biblische Emmaus gelegen haben soll.

Außerdem ist es eines der wenigen arabischen Dörfer in Israel, in denen die Bevölkerung nach dem Palästinakrieg nicht den Standort wechselte, sondern dem neuen Staat Israel beitrat.

Die Wandmalereien in der Kreuzfahrerkirche.
Die Moschee in Abu Gosh.

Zoo an Friederikes Geburtstag

Am 02. November hatte Friederike Geburtstag, weshalb Sie mich und Gesine in den Zoo einlud. Hier ein paar Bilder von diesem netten Tag. 🙂

Am 08.11. sahen wir uns außerdem den neuen James Bond Film im Kino an, welcher auf Englisch sehr gut zu verstehen war. Ich persönlich fand Ihn nicht ganz so gut wie „Skyfall“, aber dennoch ziemlich gut gelungen, und besser als die vorherigen JB mit Daniel Craig. 🙂

Am 13.&14.11. wurde außerdem St.Martinstag gefeiert. Wir führten also ein kleines Theaterstück auf und liefen anschließend mit den Kindern und Laternen durch die Altstadt, bzw. über den Auguste-Victoria Compound.

Die ganze Gruppe bei 007: „Spectre“!


St. Martin, St. Martin….


Aus diesem Monat gibt es sonst zunächst nichts weiter Wichtiges oder für Euch Interessantes zu berichten.

Jedes Mal, wenn ich einen neuen Artikel verfasse, freue ich mich darüber, dass Ihn so viele Menschen lesen; danke wieder einmal dafür.

Ich freue mich außerdem immer darüber, Etwas aus der Heimat zu hören, wer also Kontakt aufnehmen möchte und es noch nicht getan hat, kann mir ja einfach mal eine E-Mail schreiben (leander.loewe@t-online.de).

Ganz liebe Grüße und eine schöne Advents-und Weihnachtszeit wünscht

Euer Leander Löwe

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s